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#WohnenMittenImLeben: Studentenleben meets Pensionistenhaus

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Innovativ und am Puls der Zeit: Jung und Alt unter einem Dach. Oder Pensionisten-Wohnhaus meets Studentenleben im Rahmen von #WohnenMittenImLeben. Was im März 2017 als Pilotprojekt im Pensionistenwohnhaus Maria Jacobi im dritten Wiener Gemeindebezirk begonnen hat, ist mittlerweile gar nicht mehr wegzudenken. Hier werden nämlich langfristig leerstehende Wohnungen an Studentinnen und Studenten zur Untermiete angeboten.

Die neuerliche Vertragsverlängerung mit Wohnbuddy unterstreicht den großen Erfolg des Generationen übergreifenden Wohnprojektes. Wohnbuddy vermittelt älteren Menschen sowie Senioren- und Pflegewohnhäusern passende Wohnpartnerinnen und -partner. Das sind meist junge Menschen, die für erschwinglichen Wohnraum Zeit für gemeinsame Aktivitäten sowie Unterstützung im Alltag zur Verfügung stellen.

#WohnenMittenImLeben – Wohnen mit Mehrwert

Die Pilotphase lief im Jahr 2017 im Pensionisten-Wohnhaus Maria Jacobi an. Schnell stand fest: Das wird ein längerfristiges Wohnprojekt! Denn hier entstehen Beziehungen der besonderen Art. Die Bewohnerinnen und Bewohner freuen sich über den frischen Wind, der durch die Anlage weht. Und die Studierenden profitieren sowohl von der Lebenserfahrung der älteren Generation als auch vom günstigen Wohnraum.

Inzwischen werden in zehn (von 30) Häusern zum Leben Zimmer an Studentinnen und Studenten vergeben.

#WohnenMittenImLeben – Eine Pensionistin beim Plaudern mit einer Studentin auf einer Bank. (c) KWP/ Elia Zilberberg
Gemeinsame Gespräche zwischen Jung und Alt – so muss #Generationenaustausch 🙂

7.000 Stunden soziales Engagement

Die Miete von 220 Euro wird von den Studierenden mit fünf Stunden pro Woche bzw. 20 Stunden im Monat sozialem Engagement in den Wiener Pensionisten-Wohnhäusern ergänzt. Vom Kaffeeplausch über gemeinsames Musizieren bis hin zu Hilfestellungen mit dem Smartphone bringt sich jede/ jeder dort ein, was sie/ er gut kann und gerne macht.

Wichtig ist, dass in diesen Stunden ein Generationenaustausch stattfindet. Damit wird nicht nur dem knapper und teurer werdenden Wohnraum in Wien entgegengewirkt, sondern auch die gesellschaftliche Isolation von älteren Menschen gemildert. So sind in den zwei Jahren, in denen das Projekt läuft, bereits mehr als 7.000 Stunden kreatives Miteinander der Generationen zusammengekommen – unzählige und auch unbezahlbare gemeinsame Momente für Jung und Alt.

In der Regel sind es komfortable Doppelwohnungen (ungefähr 43 qm, zwei Zimmer), in denen zwei Studentinnen/ Studenten Platz finden. Die Wohnungen sind zentral gelegen, Heizung und Strom sind inklusive, es gibt kostenloses WLAN und täglich frisch gekochtes Mittagessen zu günstigen Preisen.

Wichtig zu wissen: Die Wohnungen werden erst dann Studierenden zur Verfügung gestellt, wenn sie nicht an Seniorinnen/ Senioren vergeben werden konnten.

Ein [langfristiges] Erfolgskonzept

„Diversität wird bei uns groß geschrieben. Projekte wie dieses fördern das Verständnis der Jungen und bereichern den Alltag unserer älteren Bewohnerinnen und Bewohner. Ich freue mich, dass wir diese sinnbringende Kooperation mit Wohnbuddy um ein weiteres Jahr verlängern konnten“, so Bereichsleiter der Häuser zum Leben Simon Bluma.

Auch Manuel Schuler, einer der GründerInnen von Wohnbuddy, begrüßt die verlängerte Zusammenarbeit: „Wir wollen unseren Service mehr und mehr Menschen in Wien zur Verfügung stellen. Und die Kooperation mit den Häusern zum Leben hat uns diesem Ziel ein Stückchen näher.“

Ein Student schiebt einen Rollstuhl mit einem älteren Mann, dem ein Bein amputiert wurde, durch einen Park. (c) KWP/ Elia Zilberberg
Im Zentrum des Projekts #WohnenMittenImLeben steht das gemeinsame Verbringen von Zeit bzw. das gegenseitige Helfen und Unterstützen.

Klassische Win-Win Situation

Und die bisherige Erfahrung gibt den Projektverantwortlichen recht: es zeigt sich, dass es den Bewohnerinnen und Bewohnern der Pensionistenhäuser sehr gut tut, junge Menschen um sich zu haben. Sie bringen frischen Wind und aufregende Geschichten aus ihrem Unileben ins Haus. Ebenso helfen sie bei Problemen mit Internet und Technik oder erledigen kleinere Besorgungen. Hier entstehen Beziehungen mit Mehrwert.

Aber auch für die Studentinnen und Studenten ist klar, dass #WohnenMittenImLeben weit mehr als nur eine „kostengünstige Bleibe“ ist. Mitbewohnerinnen und Mitbewohner mit einem Durchschnittsalter von 80 Jahren bringen wunderbare Vorteile mit sich: ein niemals endendes Repertoire an Lebensgeschichten, Ratschlägen und Erfahrungen aus vergangener Zeit – Inputs, die es den jungen Menschen erlauben, Dinge aus einer völlig neuen Perspektive zu sehen, quasi durch die Brille des Alters.

Service

In folgenden zehn Pensionistenhäusern werden aktuell – je nach Verfügbarkeit – Zimmer an Studentinnen/ Studenten vergeben:

(Bilder: KWP/ Elia Zilberberg)

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