03.12. 2020 Besuchen Sie uns auch im Social Web:

Coronavirus: Darauf sollten sie achten, wenn sie infiziert sind/ waren

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Seit dem Ausbruch der Corona-Krise gibt es kaum ein anderes Gesprächs-/ Thema als das Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen. Weltweit sind mittlerweile über 3,1 Millionen Menschen [Stand 29.04.2020] nachweislich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert bzw. daran erkrankt. Wir haben uns daher mal der Frage gewidmet, was zu tun ist, wenn eine Infektion nachgewiesen wurde. Ab wann ist man nicht mehr ansteckend? Und worauf müssen Infizierte achten?

Die Sache mit den Symptomen und Verläufen der Krankheit

Derzeit sind viele Menschen verunsichert: Steckt hinter dem lästigen Hustenreiz oder der leicht erhöhten Körpertemperatur eine Erkältung oder ein grippaler Infekt? Oder könnte es sich doch eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 handeln? Die Symptome ähneln einander und sind zum Teil nur schwer von einander zu unterscheiden.

Die gute Nachricht: In vielen Fällen ist eine Infektion mit dem Coronavirus unwahrscheinlich. Nicht jeder Mensch mit Symptomen wie Husten und Abgeschlagenheit wird daher gleich auf das Virus getestet. Getestet wird nämlich nur dann, wenn ein Arzt/ Ärztin dies als medizinisch notwendig einschätzt.

Eine diesbezügliche Abklärung sollte zunächst nur telefonisch erfolgen – gehen sie nicht gleich direkt zum Arzt/ Ärztin, wenn sie eine Infektion befürchten, um eine etwaige Ansteckung anderer Personen zu vermeiden!

Alternativ können sie sich auch an die Corona-Hotline unter der Nummer 1450 wenden.

Am Telefon erfragt ihr Arzt/ Ärztin ihre Symptome und etwaige sonstige Möglichkeiten, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben. An Hand dieser Informationen kann er/ sie einschätzen, ob es sich zum Beispiel „nur“ um eine Erkältung handelt, oder ob es doch eine Cornonavirus-Infektion sein könnte. Entsprechend wird das weitere Vorgehen besprochen bzw. ein Test vereinbart.

Ein Schild mit der Aufschrift "Corona-Ambulanz" und einem Pfeil für Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben.
(c) Pixabay.com
Klären sie mit ihrem Arzt/ Ärztin die weiteren Schritte zunächst telefonisch ab, wenn sie den Verdacht haben, sich eventuell mit dem Coronavirus infiziert zu haben.

Mehrzahl sind milde Verläufe

Bestätigt sich eine Infektion, ist dies in der Regel kein Grund zur Panik. Denn die meisten Infizierten [über 80 Prozent] zeigen nur milde Krankheitsverläufe. Um eine Infektion so gut wie möglich zu vermeiden, sollten allerdings vor allem Risikopatienten wie alte Menschen oder Menschen mit einer chronischen Krankheit, die das Immunsystem schwächt, verstärkt die Vorsichtsmaßnahmen Abstand halten und regelmäßig Hände waschen beachten.

Für alle, besonders natürlich für jene, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, stellen sich aber nun Fragen wie: Ab wann ist man nicht mehr ansteckend? Wann gilt man als genesen bzw. wie lässt sich das feststellen? Ist man danach immun und kann unbesorgt unter Leute gehen?  

Einer der Hauptgründe, warum sich das Coronavirus weltweit so rasch ausbreitet ist die Tatsache, dass Infizierte bereits einige Tage bevor erste Symptome auftreten, andere Menschen anstecken können. Daher ist es für alle, die positiv auf das Virus getestet wurden, zunächst einmal wichtig, eine Liste mit den Menschen zu machen, die man in den Tagen zuvor getroffen hat. Diese sollten nach Möglichkeit benachrichtigt werden.

Positiver Corona-Test: Mindestens zwei Wochen Quarantäne

Hat man keine oder nur leichte Symptome – was wie erwähnt bei über 80 Prozent der Infizierten der Fall ist – und ist gesundheitlich stabil, muss man nicht ins Krankenhaus, sondern verbringt nach einem positiven Test mindestens zwei Wochen in häuslicher Quarantäne. Menschen mit nur leichten Symptomen sind zwar meist weniger ansteckend, können aber trotzdem das Coronavirus verbreiten.

Bei manchen Infizierten kann es auch vorkommen, dass die Erkrankung zunächst leicht beginnt, sodass man in häusliche Isolation gehen kann, diese sich aber im Laufe der Zeit verschärft. Ein prominentes Beispiel für so einen Fall ist der britische Premierminister Boris Johnson, der zunächst von zu Hause aus weiter gearbeitet hat, nach einer Zeit aber auf die Intensivstation musste.

Beim Coronavirus kann sich der Allgemeinzustand sogar innerhalb von nur wenigen Stunden so weit verschlechtern, dass man beatmungspflichtig wird. Daher sollte man umgehend den Arzt/ Ärztin verständigen, wenn es einem zu Hause spürbar schlechter geht.

Close-Up einer Frau mit Mund-Nasen-Schutzmaske, die ein Buch liest.
(c) Pixabay.com
Auch wenn die Erkrankung zunächst milde verläuft, kann sich der Zustand innerhalb weniger Stunden zum Teil dramatisch verschlechtern. Rufen sie in diesem Fall unbedingt sofort ihren Arzt/ Ärztin an, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Ab wann ist man nicht mehr ansteckend?

Ein Ende der häuslichen Isolierung ist frühestens 14 Tage nach Symptombeginn und nach mindestens 48 Stunden ohne jeglicher Symptome zu empfehlen. Erst wenn diese beiden Kriterien erfüllt sind, kann man davon ausgehen, dass man nicht mehr ansteckend ist und als genesen gilt. Ein erneuter Test ist dann in der Regel nicht mehr erforderlich.

Das Ende der häuslichen Quarantäne sollte man allerdings nicht in Eigenregie „beschießen“, sondern auf jeden Fall mit seinem behandelnden Arzt/ Ärztin besprechen. In manchen Fällen wird nach Ablauf der zwei Wochen und bei Symptomfreiheit seit 48 Stunden trotzdem noch ein Test gemacht. Vor allem bei Menschen mit exponierten Berufen, etwa Pflegekräften und Ärzten, kann das durchaus sinnvoll sein.

«Wahrscheinlich» ist man nach einer Corona-Infektion immun

Wenn man die Erkrankung und die Isolierung durchgemacht hat, braucht man sich kaum Sorgen zu machen, dass man sich erneut infiziert. Dann ist man «höchstwahrscheinlich» immun gegen das Coronavirus – darauf deuten zurzeit auch die meisten Forschungserkenntnisse hin.

Unklar ist allerdings, wie lange diese Immunität andauert. Es gibt zwar einzelne Berichte – vor allem aus Südkorea – wo es zu einer Infektion von Menschen kam, die bereits Wochen zuvor positiv auf Covid-19 getestet wurden. Allerdings lässt sich bislang noch nicht mit 100 prozentiger Sicherheit sagen, ob dafür eventuell Fehler bei den Test verantwortlich waren, oder ob es in Einzelfällen doch vorkommen kann, dass man sich erneut infiziert. Aus diesem Grund ist es auch nach einer durchgemachten Covid-19-Infektion sinnvoll, die Abstands- und Hygieneregeln weiter zu berücksichtigen und ernst zu nehmen.

Weil SARS-CoV-2 oft keine oder nur leichte Symptome hervorruft, ist davon auszugehen, dass auch einige Menschen infiziert sind und waren, ohne es zu merken. Ob jemand das Virus in sich getragen hat, lässt sich mit sogenannten Antikörper-Tests feststellen. Diese weisen im Blut Antikörper gegen das Virus nach, die das Immunsystem nach der Infektion bildet und die meist über viele Jahre im Blut zirkulieren.

Service

Auf der Seite des Sozialministeriums finden sie umfangreiche und aktuellste Informationen zum Thema Coronavirus. Sie können außerdem Informationsmaterialien über Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus HIER downloaden.

Darüber hinaus stehen ihnen diverse Hotlines für ihre Fragen zur Verfügung:

Telefonische Gesundheitsberatung 1450
Wenn sie typische Symptome wie Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und/ oder Atembeschwerden haben oder befürchten, erkrankt zu sein, bleiben sie zu Hause und wählen sie bitte die Gesundheitsnummer 1450 zur weiteren Vorgehensweise [diagnostische Abklärung].

Coronavirus-Hotline der AGES 0800 555 621
Die AGES beantwortet Fragen rund um das Coronavirus [allgemeine Informationen zu Übertragung, Symptomen, Vorbeugung] 24 Stunden täglich unter der Telefonnummer 0800 555 621.

(Bilder: Pixabay.com)

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